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Wissens­Geschichten
Serie
Cadmus kämpft mit dem Drachen.

Ohne Staunen keine Dichtung?

/ 03.06.2024


Diesen Eindruck legen nicht nur Bestsellerlisten, sondern bereits dichtungstheoretische Schriften der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nahe. Doch wozu und wie genau soll Dichtung zum Staunen anregen?

Fundstücke
Fundstück
Wissens­Geschichten
Serie
„Typhoeus und Gorgonen“, Gustav Klimt, Die feindlichen Gewalten.

Hesiods Welt der Wunder

/ 03.06.2024


Eine Reise zu den Ursprüngen des Wunderbaren – in der Welt und in der europäischen Literatur

Wissens­Geschichten
Serie
Beschreibung Abb.: Wirnt von Gravenberc, Wigalois. fol. 53v. Codex Leiden Universitätsbibliothek, LTK 537, 1372.

Drachengold

/ 13.05.2024


Drachen gehören zu den bekanntesten Elementen des Wunderbaren in der Literatur des Mittelalters. Sie sind Gegner herausragender Helden und bewachen Gold und Edelsteine – möglicherweise in Verbindung mit historischem Wissen über Bodenschätze

Wissens­Geschichten
Agostino Carracci (Italian, 1557–1602), Acis and Galatea, about 1600. Fresco. Rome, Palazzo Farnese, Galleria © public domain

The Carraccis’ Reflection of Blue. Carte Azzurre in Annibale and Agostino’s Drawings and their Criticism of Vasari’s Doctrine

/ 22.03.2024


Blue paper was perceived as a typically Venetian medium. Iris Brahms uses drawings by the Carracci brothers to show the epistemic dimensions underlying the so-called carta azzurra and how it became an argument against Vasari's doctrine.

Wissens­Geschichten
Serie
Aristoteles mit der Büste Homers

Mit Homer Wissen vermitteln? Aristoteles und das Dichterzitat in der Philosophie

/ 23.12.2023


Aristoteles schätzt die Epen Homers für ihre Qualität und den Kunstgenuss, den sie bereiten. Zugleich setzt Aristoteles das Homerzitat produktiv im Wissenschaftsdiskurs ein. Welche Bedeutung kommt dem Dichter Homer für die Wissensvermittlung des antiken Philosophen zu?

Aus aktuellem Anlass
Seite der Jeux Floraux von 1734: „Man soll das öffentliche Urteil respektieren, aber nicht von ihm abhängig sein.“

Mehr Öffentlichkeit wagen. Perspektiven aus dem 18. Jahrhundert

/ 28.11.2023


Erleben wir in den aktuellen politischen Debatten einen neuen „Strukturwandel der Öffentlichkeit“? Darauf deutet vor allem der Wille hin, die öffentliche Sphäre durch technische ‚Problemlösungen‘ auszuhöhlen. Angesichts dessen lohnt ein Blick auf die spezifische Option des 18. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit.

Wissens­Geschichten
Serie
Drei Bienenstöcke mit fliegenden Bienen.

Akademische Prüfungspraktiken im transkulturellen Vergleich – Wissen im Wettbewerb Teil III

/ 21.10.2023


Wie weit trägt der Vergleich zwischen den Prüfungsformen an den frühneuzeitlichen Akademien in Korea und in Frankreich? Entlang des Leitfadens Wissen im Wettbewerb stellt sich tatsächlich ein neuer Blick auf die Praktiken der Gelehrsamkeit in diesen wirkmächtigen Institutionen ein.

Wissens­Fragen
Historische Manuskriptseite. Der Anfang der Dichtung Widsith im Exeter Book.

Altenglische Listengedichte: Wissen durch und über Listen

/ 02.06.2023


Altenglische Listengedichte stellen eine merkwürdig anmutende Textgattung dar, in der verschiedene Inhalte scheinbar willkürlich aneinandergereiht sind. Wird hier ein Wissen in Listenform transportiert oder geht es eher um ein Wissen „im Vollzug“, um die Mechanismen der Wissensvermittlung selbst?

Wissens­Geschichten
Ausschnitt aus kommentierter Seite von William Gilberts "De magnete".

Magnetic Margins. Lektürespuren und ihre ideengeschichtliche Bedeutung

/ 21.02.2023


In alten Büchern finden sich manchmal Unterstreichungen oder Randbemerkungen, die von Vorbesitzer·innen stammen. Bei tausenden dieser Annotationen in hunderten von Exemplaren lässt sich quantitativ ableiten, wie ein Buch, wie beispielsweise De Magnete von William Gilbert gelesen und rezipiert wurde.

Wissens­Geschichten
Serie
Ausschnitt aus dem Kupferstich mit der Vermählung von Himmel und Erde

Michael Maiers Atalanta fugiens: esoterisches Mysterium oder epistemisches Spiel?

/ 15.09.2022


Die Atalanta fugiens (1617) gehört zu den berühmtesten Emblembüchern der Frühen Neuzeit. Ihre eindrücklichen und rätselhaften Illustrationen faszinieren bis heute. Bei genauerer Betrachtung bieten diese Darstellungen viele Anhaltspunkte, dass hier in vielfältig spielerischer Weise Wissen verhandelt wird.

Wissens­Geschichten
Serie
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Vom Wiederbeleben toter Vögel und dem Erschaffen künstlicher Menschen

/ 24.08.2022


Soll man Könige köpfen? – In der „Chymischen Hochzeit“ wird das empfohlen. Doch nicht, um sich von diesen Königen zu befreien. Sondern, im Gegenteil, um ihr Leben zu verlängern.

Wissens­Geschichten
Serie
Das Titelbild ist eine Radierung in Grautönen, sie zeigt einen Schulmeister mit ernstem Gesicht und halblangen Locken, der vor einem Fenster sitzt, ein Buch ist auf seinem Knie aufgeschlagenen, ein weiteres Buch liegt geschlossen seitlich von ihm auf einem Tisch. Neben dem geschlossenen Buch steht ein Tintenfässchen mit einer langen Feder. Der Schulmeister spricht mit einem Jungen, der mit leicht gebeugtem Kopf vor ihm steht, er ist nur von hinten zu sehen. Neben ihm sitzt ein weiterer Junge auf einem kleinen Hocker und liest. Im Hintergrund, im Rücken des Lehrers, sitzen und stehen elf weitere Jungen (vermutlich eine Schulklasse) um einen Tisch. Im Zimmer befindet sich auch ein kleiner Hund. Der Raum wirkt eher ärmlich, die Decke scheint aus Holz, der Boden aus Steinfliesen, bis auf die erwähnten Möbel ist das Klassenzimmer unmöbliert, die einfachen Fenster vergittert, die Wand scheint von langen Rissen durchzogen.

Mit Gottes Hülffe und getreuer Anleitung eines verständigen Sprachmeisters

/ 11.07.2022


Wie lernt man am besten eine Fremdsprache? Auf Reisen mit dem Sprachführer im Gepäck oder auf der Schulbank im Unterricht durch einen fachkundigen Lehrer? Was uns ein Blick in die Vorworte deutsch-romanischer Sprachbücher über die Lern- und Lehrtraditionen frühneuzeitlichen Fremdsprachenerwerbs verrät.

Wissens­Fragen
Oil painting from the 17th century, showing the contemporary practices of the wine harvest, including on the left side in the foreground the construction of barrels and one man transporting a lot of dark blue grapes in a chute.

Wine, blood, and fermentations: Descartes and the grapevine

/ 02.05.2022


Descartes compared blood formation to the fermentation of grapes into wine, “quand on les laisse cuver sur la râpe”. What is this “râpe”, and what does it tell us about Descartes’ idea of the human body? Carmen Schmechel traces this Cartesian analogy in wineries and museums.

Aus aktuellem Anlass
Serie
Still life with eggs, including a bird and several bronze dishes, mid-first century CE, mural from the house of Julia Felix in Pompeii

The Egg and the Inquisition: How Giambattista della Porta became known for writing secret messages inside of eggs

/ 17.04.2022


How does a recipe, reliably passed down for almost two thousand years, end up muddled and misattributed at the height of the information age? A story involving Papal Inquisitors and Wikipedia editors, American revolutionaries and puzzled magicians...

Wissens­Fragen
Serie
Detail der Marmorbüste des Sokrates, die sich heute im Louvre befindet. Die Büste geht vermutlich auf ein Original des Bildhauers Lysipp zurück.

Wie wird Wissen beschleunigt?

/ 04.04.2022


Dass sich Wissen rasant verändert, ist eine typische Erfahrung der Moderne. Aber geht es dabei um Wissensbeschleunigung oder eher um soziale Veränderungen? Der Beitrag stellt diese Fragen mit und für die Platonischen Dialoge und findet in der Figur des Sokrates des 5. und 4. Jh.s v. Chr. einen Wissensbooster.

Wissens­Geschichten
Serie
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Die Preisfragen der französischen Akademien – Wissen im Wettbewerb II

/ 21.03.2022


Steht das abgeprüfte Wissen höherer Bildungsinstitutionen in Stein gemeißelt? Mitnichten, wie die Preisfragen der frühneuzeitlichen Akademien in Frankreich zeigen.

Wissens­Fragen
Serie
Victor Mottez, Antikes Casting. Zeuxis wählt seine Modelle aus, 1858 (wikicommons)

Eile mit Weile. Die Anekdote als ‚eilige‘ Wissensform

/ 14.03.2022


Literarische Miniaturen wie Plinius' Künstleranekdoten wanderten ungehindert von der Antike bis in unsere Zeit. Zwar verzögern sie als narrative Einsprengsel den Fluss des Textes, setzen das in ihnen dargestellte Wissen aber ganz besonders in Bewegung. Wie lässt sich diese Impulskraft von Anekdoten epistemologisch beschreiben?

Fundstücke
Serie
Fotografie der Reichskrone seitlicher Ansicht.

Der Waise – Transkulturelle Verflechtungen eines mittelalterlichen Kronjuwels

/ 01.03.2022


Auf der ‚Reichskrone‘ soll sich im Mittelalter ein selbstleuchtender Edelstein befunden haben. Mittelhochdeutsche Dichtungen attestierten ihm eine politische Leitfunktion. Wie aber kann ein Objekt, das vielleicht nur durch Erzählungen existiert, imperiale Herrschaftsansprüche formulieren?

Wissens­Geschichten
Serie
Historische Schwarz-Weiß-Fotografie der Unterrichtshalle der Sosu Akademie.

Prüfungswissen in koreanischen Akademien – Wissen im Wettbewerb I

/ 21.02.2022


Wer bestimmt den Sinn und den Inhalt von Prüfungen? Sind es immer allein die Prüfenden? Oder kann es im Wettbewerb zwischen Institutionen nicht auch der Prüfling sein? Ein Blick auf Prüfungstraditionen in Korea kann Aufschluss über Wissen im Wettbewerb bringen.

Wissens­Geschichten
Serie
Ms. germ. fol. 282, fol. 23v

Tosende Feuerflüsse und zischendes Natternfell. Wie mittelalterliche Höllendarstellungen in ihren Bann ziehen

/ 07.02.2022


Die Hölle ist voller schrecklicher Gestalten. Sie lösen Furcht aus, sind aber auch Gegenstand der Faszination. Wie geht eine Erzählung mit diesem Widerspruch um? Was genau zieht die Figuren in den Bann?

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