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Wissens­Geschichten
Serie
Eine Doppelseite aus dem sogenannten Nag Hammadi Codex zwei mit dem Ende der Johannes-Apokryphe und dem Beginn des Thomas-Evangeliums. Geschrieben ist der Codex auf Papyrus, das an einigen Stellen stark zerstört ist.

„Wenn sie euch fragen, dann sagt ihnen…“ – Von Losungen und Passworten

/ 10.01.2022


Das Seelenheil nach dem Tod sicherzustellen war ein wichtiges Anliegen antiker christlicher Texte. Allerdings kommt es dabei nicht nur auf eine gute Lebensführung an. Manchmal ist schlicht die Kenntnis des richtigen Passworts oder der Losung ausschlaggebend.

Fund des Monats
Fund-des-Monats
Aus aktuellem Anlass
Das Gemälde von Vittore Carpaccio zeigt die Weihe des heiligen Stephanus zum Diakon. Er kniet in einer Dalmatika gekleidet auf einer Treppenstufe und empfängt den Segen von Petrus. Die Szene ist ein weitläufiges Stadtprospekt eingefügt, das von zahlreichen Figuren – etwa einer Gruppe von Orientalen am linken Bildrand, einer Gruppe von Frauen in dalmatischer Tracht am Fuße der Treppe, sowie weiteren Diakonen – belebt wird.

Der heilige Stephanus. Nachfolge und Zeugenschaft

, , / 26.12.2021


Am 26. Dezember ist Stephanus-Tag. Als erster Märtyrer steht er in einer besonders engen Beziehung zu Jesus Christus, die sich nicht zuletzt in der Nähe seines Gedenktages zur Geburt Christi ausdrückt. Welche Strategien und Motive Stephanus über Jahrhunderte als Identifikationsfigur präsent hielten, zeigen beispielhaft zwei Theologinnen und eine Kunsthistorikerin.

Aus aktuellem Anlass
Serie
Eine männlich gelesene Figur im langen Gewand steht in einem dunklen, verwachsenen Wald und dreht sich zu den Betrachtenden

Dante und das Schweigen

/ 20.12.2021


Vor 700 Jahren starb Dante Alighieri, einer der berühmtesten Dichter Italiens. Dass dieser Meister der italienischen Sprache auch dem Schweigen eine bedeutsame Rolle zukommen lässt, insbesondere dort, wo es um die so eindrückliche wie lehrreiche Darstellung unterschiedlicher Facetten von Angst geht, zeigt die folgende Lektüre seiner Göttlichen Komödie.

Aus aktuellem Anlass
digitale abstrakte Abbildung in Rot-, Orange-, Gelbtönen

Digitalisierte Handschriften online – und jetzt?

, / 13.12.2021


Viele, vor allem große Bibliotheken digitalisieren ihre Handschriftenbestände und stellen diese online. Der Beitrag behandelt, welche Vereinfachungen dies für die Erforschung von Wissenstransfers bedeutet, zeigt aber auch, wie lizenzrechtliche Hindernisse Forschungen, die technisch möglich wären, einschränken.

Wissens­Geschichten
Serie
Das Bild zeigt eine Radierung, die in diesem Blogbeitrag genau analysiert und beschrieben wird. Zu sehen sind vier verschiedene Szenen: links unten läuft ein junger Mann durch einen Teich, rechts unten steht ein Mann neben einem Ofen und verschiedenen Geräten, und schmilzt eine Substanz in einer Phiole. In der Mitte oben kniet ein Mann in einem offenen Zelt und verbrennt eine Substanz, sodass Rauch aufsteigt. In der Mitte ist eine geflügelte Frauengestalt auf einer Säule abgebildet, in ihrem Bauch ein Kind. Eine bergige Landschaft verbindet die verschiedenen Bildelemente miteinander.

Auf der Suche nach dem Geist Gottes. Zur mystischen Dimension (al)chemischer Stoffe

/ 06.12.2021


Ist es möglich, den göttlichen Geist aus chemischen Substanzen zu extrahieren? Der frühneuzeitliche Gelehrte Daniel Mögling sagt ja. Er skizziert einen Stationenweg, auf dem sich der Geist Gottes zugunsten mystischer Erfahrungen verfügbar machen lässt.

Aus aktuellem Anlass
Historische farbige Darstellung, auf der zwei Figuren links und rechts vor einem Salatkopf sitzen

Besser schlafen mit … Salat? Mittelalterliche Schlafmittel im Test

/ 29.11.2021


Eine Schnitzeljagd durch Handschriften auf der Suche nach einem Schlafmittel: Was empfahlen Ärzte des Mittelalters? Hilft Meerrettich am Abend, oder doch eher Salat? Und was hat deren Verwechslung mit dem Pessach-Abendessen zu tun?

Wissens­Geschichten
Serie
Aeneas und Sibylle sind bei Cerberus mit dem Goldenen Zweig. Miniatur aus der um 400 entstandenen Handschrift "Vergilius Vaticanus" aus der Biblioteca Apostolica Vaticana.

Goldene Verzweigungen. Affizierung und Beglaubigung in Vergils Aeneis und im Eneasroman Heinrichs von Veldeke

/ 22.11.2021


Das Jenseits ist an sich kein exklusiver Ort. Zumindest in eine Richtung ist es immerzu zugänglich. Aber wie kommt man von dort wieder zurück?

Wissens­Geschichten
Serie
Unterweltszene: „The Farewell of Admetus and Alcestis. Etruscan red-figure amphora found in Vulci. Drawing after original by George Dennis, The Cities and Cemeteries of Etruria. Vol. 2 (1848)“

Geister. Wissen. Von sprechenden Toten und stechenden Texten

/ 16.11.2021


Für die epische Unterweltschau hält die Antike eine Reihe von unterschiedlich nuancierten Varianten bereit. Wie in einer Geisterbahn erfährt der Held Schreckensszenarien und Wunder – was macht der römische Dichter Lucan dabei anders als seine Vorgänger?

Wissens­Fragen
Serie
Aristoteles steht im Gespräch mit einer Reihe von Philosophen auf einem Balkon. Detail des hand-illuminierten und illusionistisch gestalteten Frontispiz‘ zur Metaphysik des Aristoteles, gedruckt 1483 in Venedig, die sich heute in der Pierpont Morgan Library in New York befindet. Neben Aristoteles und Averroes, der den Kommentar zur Metaphysik verfasst hat, sind weitere Gelehrte aus verschiedenen Zeiten – so ein Dominikanermönch – und aus verschiedenen kulturellen Kreisen, aus Ost und West am Gespräch beteiligt.

Aristoteles’ Forschungsüberblicke. Wissenschaft mit Rückenwind

/ 10.11.2021


Der Forschungsüberblick gilt vor allem in Qualifikationsschriften oft als lästige Pflicht, die man – gern auch in Form von Fußnotenexzessen – schnell hinter sich bringen möchte. Systematisch eingeführt hat ihn vor mehr als 2400 Jahren Aristoteles. Warum eigentlich?

Wissens­Fragen
Serie
Droschken Wegemesser für Berlin 1888

Wissenswandel durch Infrastrukturen?

, , / 09.11.2021


Die Beschleunigung und dauerhafte Verfügbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse durch digitale Infrastrukturen ist ein Gewinn und zugleich eine Herausforderung für die Forschung. Inwiefern können digitale Infrastrukturen dabei helfen, den Überblick zu wahren?

Wissens­Geschichten
Serie
Historische Abbildung einer Waage, umgeben von Text, in dem der Prozess beschrieben wird.

Die Alchemie des Wassers. Paracelsus, Thurneysser und der Mineralgehalt von Urin

/ 08.11.2021


Was kann man über Wasser wissen, bevor man weiß, dass es aus Molekülen besteht? – Erstaunlich wenig. Dafür, dass Wasser schon in der Antike als die Grundlage allen Lebens galt, hat Wasser als Gegenstand des Wissens erst sehr spät die Bühne betreten.

Fund des Monats
Offas Münze (Rückseite)

König Offas Münze. Ein Dinar aus dem frühmittelalterlichen Britannien

, / 08.11.2021


Gab es bereits im frühen Mittelalter so etwas wie eine „Globalisierung“? Und wie könnte sie ausgesehen haben? Eine Münze aus dem 8. Jahrhundert liefert darauf Hinweise.

Aus aktuellem Anlass
Historischer Schwarz-Weißdruck, feine Strichgrafik. Familie, einfach gekleidet in einfachem Zimmer. Eine männlich gelesene Person liest in einem Manuskript, das sie in der Hand hält; sie hat eine Schreibfeder hinter dem rechten Ohr. Eine weiblich gelesene Person ist von 6 Kindern umringt; ihr angespannter Blick richtet sie auf die lesende Person.

Akademisches Prekariat als Familienaufstellung. Eine Transfergeschichte

/ 08.11.2021


Die deutsche Universität hat eine ebenso unerschütterliche wie schädliche Vorliebe für befristete Arbeitsverträge. Welche Wissensgeschichten sich dahinter verbergen, zeigt Anita Traninger in ihrem Blogbeitrag.

Wissens­Fragen
Serie
Historischer Druck. Ausschnitt aus einer Schwarz-Weiß-Abbildung aus Georg Agricolas Buch zur Lehre von den Metallen.

Was macht einen Brennstoff wie Kohle zu einem epistemischen Stoff?

/ 08.11.2021


Kohle ist mehr als nur ein Brennstoff. Sie ist auch ein epistemischer Stoff, der in der Frühen Neuzeit vielfach untersucht und hinterfragt wurde. Transferprozesse zwischen (bergmännischer) Praxis und Naturphilosophie trugen zur Systematisierung des Stoffes bei.

Kontrovers
Illustriertes Titelblatt der historischen Erstausgabe.

Vom Nachteil und Nutzen der Vernunftkritik für die Aufklärungsforschung

/ 08.11.2021


Vernunftkritik schlug einst hohe Wellen in der Aufklärungsforschung, wird seit einiger Zeit jedoch argwöhnisch betrachtet. Zur Revision dieser Haltung ermuntert allerdings die Lektüre von akademischen Preisfragen des 18. Jahrhunderts.


Schlagwörter

AffizierungAgricolaAlchemieAristotelesBeschleunigungDigitalisierungHeilmittelInfrastrukturinterkultureller TransferJenseitsMedizingeschichteNachhaltigkeitNaturgeschichteNegationParacelsismusRhetorikRitualStoffeTranskulturalitätVergil

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